Wissenswertes

Leishmaniose

Die Leishmaniose ist eine Infektionskrankheit, die durch einzellige Parasiten – sogenannte Leishmanien – verursacht wird. Sie gehört zu den Zoonosen, was bedeutet, dass sie sowohl Tiere als auch Menschen befallen kann.

Der Übertragungsweg

Die Übertragung erfolgt nicht direkt von Tier zu Tier oder Mensch zu Mensch. Es braucht einen Zwischenwirt: die Sandmücke (oder Schmetterlingsmücke). Die Mücke nimmt beim Saugen an einem infizierten Wirt die Parasiten auf. Im Körper der Mücke entwickeln sich die Leishmanien weiter. Beim nächsten Stich gibt die Mücke die Erreger an den neuen Wirt ab.

Wichtig zu wissen

Sandmücken sind vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv. Sie kommen klassischerweise im Mittelmeerraum vor, wandern aber aufgrund steigender Temperaturen auch zunehmend weiter nach Norden.

Symptome

Die Leishmaniose wird oft als „Chamäleon“ unter den Krankheiten bezeichnet, weil die Symptome extrem vielfältig sein können und oft erst Monate oder Jahre nach der Infektion auftreten. Häufige Anzeichen beim Hund:

  • Hautveränderungen: Schuppenbildung (oft kreisrund um die Augen, die sogenannte „Brillenbildung“), Haarausfall oder schlecht heilende Wunden
  • Langes Krallenwachstum: Die Krallen wachsen auffällig schnell und krümmen sich
  • Allgemeines Unwohlsein: Gewichtsverlust, Trägheit, geschwollene Lymphknoten
  • Organprobleme: Im fortgeschrittenen Stadium sind oft die Nieren betroffen, was zu gesteigertem Durst führt

Diagnose und Therapie

Wenn der Verdacht auf Leishmaniose besteht, ist ein Bluttest (Antikörpernachweis oder PCR) der erste Schritt.